Organspende

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 1.000 Menschen, weil es für sie kein geeignetes Spenderorgan gibt. Knapp 67 Prozent der Deutschen denken positiv über die Organspende, doch nur die wenigsten von ihnen haben einen Organspendeausweis.

Seit etwa 50 Jahren werden Organtransplantationen am Menschen durchgeführt. Sie gehören inzwischen zu den bewährten Verfahren in der medizinischen Versorgung. Oft machen lebensbedrohliche Krankheiten eine Transplantation, eine Verpflanzung von Organen bzw. organischem Gewebe, erforderlich, beispielsweise bei schweren Herz-, Lungen- oder Leberleiden. In anderen Fällen ist der Verlust einer Organfunktion, zum Beispiel der Bauchspeicheldrüse oder der Nieren, mit schwerwiegenden Folgeerkrankungen verbunden. Hier kann die Übertragung eines funktionstüchtigen Spenderorgans die Lebensqualität des Patienten verbessern und das Auftreten von Spätschäden verhindern.

Auf der Warteliste für ein neues Leben

Nach Aussage der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) erhalten in Deutschland ca. 3.000 Menschen pro Jahr ein Spenderorgan, etwa 12.000 Menschen stehen auf der Warteliste. Die Wartezeit auf eine Niere beträgt im Durchschnitt fünf bis sechs Jahre. Die Belastung für die Betroffenen und ihre Familien ist enorm. Für Lungen-, Herz- und Leberpatienten zählt jeder Tag umso mehr, da es für sie keine Überbrückungsverfahren wie z.B. die Dialyse gibt.

Wer entscheidet, wer welches Organ bekommt

Im niederländischen Leiden, wo die Stiftung Eurotransplant ihren Sitz hat, werden die Daten derjenigen, die auf eine Transplantation warten, mit den Daten der Organspender koordiniert. Die Verteilung der gespendeten Organe erfolgt nach festgelegten Kriterien;  dabei spielen medizinische Parameter sowie Erfolgsaussichten eine wichtige Rolle. Sobald von der deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) ein gespendetes Organ gemeldet wird, ermittelt Eurotransplant computergesteuert und in kürzester Zeit den geeigneten Empfänger.

Das deutsche Transplantationsnetz legt ganz genau fest, in welchen Fällen Organe entnommen werden dürfen. Zwei Neurologen oder Intensivmediziner müssen unabhängig voneinander den Hirntod festgestellt haben und die Zustimmung des Spenders muss in Form eines Organspendeausweises vorliegen. Ist dies nicht der Fall, so entscheiden die Angehörigen über die Organspende. Viele Menschen haben auch Angst, dass ihr Körper nach der Entnahme der Organe nicht würdevoll behandelt wird. Doch diese Angst ist unbegründet. Wie nach einer Operation wird die Wunde versorgt und verbunden, die Angehörigen erhalten genügend Zeit in Ruhe Abschied zu nehmen. Laut Umfrage der Deutschen Stiftung für Organtransplantation war für viele Angehörige die Organspende ein Trost, den Verlust eines geliebten Menschen zu verkraften.

Wie werde ich Organspender?

organspendeausweis2Die eigene Entscheidung im persönlichen Organspendeausweis zu dokumentieren, kann Leben retten und den Angehörigen eine schwierige Entscheidung abnehmen. Dafür genügt es, einen ausgefüllten Organspendeausweis, der die eigene persönliche Entscheidung belegt, bei sich zu tragen. Hier als Download  erhältlich.

Bereits ab dem 16. Lebensjahr ist die Entscheidung für eine Organspende erlaubt; eine obere Altersgrenze gibt es nicht. Die Organe der Spendewilligen müssen jedoch funktionstüchtig sein und es dürfen keine schweren Erkrankungen vorliegen.

Die persönliche Einstellung hat sich geändert?

Kein Problem – die geänderte Entscheidung wird einfach in einem neuen Spenderausweis dokumentiert. Der alte Ausweis muss nur zerrissen werden und verliert damit seine Gültigkeit.

Weitere Informationen zum Thema

Bei Fragen zur Organspende stehen kompetente Ansprechpartner am Infotelefon zur Verfügung

0800 9040400 (gebührenfrei) Mo.-Fr. 9:00-18:00 Uhr

Die Jungen Helden machen aufmerksam, informieren, lösen Dialoge aus und heben das Thema Organspende unverkrampft auf die Bühne öffentlicher Wahrnehmung. Durch engagierte, auch kontroverse Stellungnahmen, mit den Mitteln moderner Kommunikation, ohne Betroffenheitspathos und mit einer lebensbejahenden, optimistischen Einstellung versucht der Verein Aufmerksamkeit für das wichtige Thema Organspende zu generieren.

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